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Kega Fusion unter Windows 11: Einrichtung, PAL/NTSC und die Einstellungen, die wirklich etwas bringen

エミュレーター

Wer heute unter Windows 11 Mega-Drive-Titel auf dem PC starten möchte, landet fast zwangsläufig bei Kega Fusion: klein, ohne Installationsroutine, in Sekunden startbereit und mit ungewöhnlich breiter Abdeckung an Sega-Hardware. Alle technischen Angaben stammen aus den beiliegenden Dateien Readme und History oder sind als eigene Prüfung gekennzeichnet.

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Kega Fusion im Jahr 2026: der Stand der Software

Bevor Sie Zeit in die Konfiguration stecken, gehört eine Tatsache an den Anfang: Die Entwicklung ist seit langem abgeschlossen. Die erste Zeile der beiliegenden History-Datei lautet:

Kega Fusion v3.64 (NOMAPLE) (Windows) (C) Steve Snake 2010

Die letzte Fassung trägt also die Bezeichnung 3.64, die Copyright-Angabe steht auf 2010. In den Anmerkungen zu dieser Version schreibt der Autor sinngemäß, die Veröffentlichung sei ungeplant gewesen: Seine Geräte wanderten wieder für eine Weile ins Lager, und er habe weitgehend vergessen, was er gegenüber dem vorherigen Build geändert habe.

Der Quellcode ist zudem nicht öffentlich — laut Readme hat der Autor alles selbst geschrieben, überwiegend in handoptimiertem x86-Assembler. Und die Seite des Entwicklers, Carpe Ludum beziehungsweise Eidolon’s Inn, ist zwar erreichbar, die Unterseite für den Bezug antwortet aber mit 404; der jüngste Beitrag zum Thema stammt vom 1. November 2014 (Prüfung: 12. September 2026). Der offizielle Bezugsweg ist damit praktisch verschwunden — beim Bezug über Dritte gehört das Archiv vor dem Ausführen durch den Virenschutz.

Emuliert werden laut Readme SG-1000, SC-3000 und SF-7000, Master System und Game Gear, das Mega Drive (in Nordamerika ab August 1989 unter dem Namen Genesis verkauft), Mega-CD, 32X sowie beides gleichzeitig, dazu Sega Pico und der Sega Virtua Processor. Zwei Ansprüche des Autors sind als Selbsteinschätzung von 2010 zu lesen: Das Mega Drive werde genauer emuliert als von jedem anderen Programm, und die gleichzeitige Emulation von Mega-CD und 32X gebe es sonst nirgends. Der erste Satz ist ungeprüft und sollte nicht als Tatsache weitergereicht werden. Das 32X hängt dauerhaft am Mega Drive und wird erst aktiv, wenn ein Spiel es initialisiert.

Aktive Alternativen gibt es: BlastEm bezeichnet sich selbst als freien, quelloffenen Emulator für Segas 16- und 8-Bit-Systeme, deckt neben dem Mega Drive auch Mega-CD, 32X, Master System und Game Gear ab (Projektseite am 12. September 2026 erreichbar). Genesis Plus GX wird üblicherweise als Core in RetroArch eingesetzt und nennt als Ziel eine möglichst vollständige Nachbildung der Hardware samt sample-genauer Emulation der Klangbausteine. Daneben existiert ares. Leistungsvergleiche nennen wir nicht — dafür fehlt eine geprüfte Grundlage.

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Installation unter Windows 11: Ablageort und Menüsprache

Die Anforderungen im Readme — DirectX ab Version 7.0, Desktop mit 16- oder 32-Bit-Farbtiefe — erfüllt Windows 11 ohnehin.

Entscheidend ist der Ablageort. Kega Fusion legt Konfiguration und Speicherdateien neben der ausführbaren Datei ab; im Programmverzeichnis stößt das auf den Schreibschutz. Sie nehmen Einstellungen vor, speichern einen Spielstand — und nach dem nächsten Start ist beides weg.

  • Entpacken Sie das Archiv nicht nach C:\Program Files oder C:\Program Files (x86).
  • Wählen Sie einen Ordner, in den Ihr Benutzerkonto ohne Rückfrage schreiben darf — etwa C:\Users\IhrName\Documents\Emulation\Fusion oder D:\Emulation\Fusion.
  • Legen Sie Spielstand- und Savestate-Ordner unterhalb dieses Pfads an; beim Rechnerwechsel ziehen Sie das Verzeichnis als Ganzes um.

Eine deutschsprachige Oberfläche gibt es nicht, und Sie brauchen auch keine: Die Menüleiste besteht im Kern aus File, Video, Sound und Options, und alle Bezeichnungen in diesem Artikel stehen so da wie auf Ihrem Bildschirm. Nach Sprachdateien aus unbekannten Quellen sollten Sie nicht suchen.

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PAL oder NTSC: was sich wirklich ändert — und was nicht

In Deutschland, Österreich und der Schweiz standen PAL-Geräte mit 50 Hz. Daraus ist ein Satz entstanden, der bis heute weitergereicht wird: „PAL-Fassungen laufen langsamer und klingen tiefer.“ Der erste Teil stimmt. Der zweite stimmt beim Mega Drive so nicht — und das lässt sich an den Taktfrequenzen zeigen, ohne dass man etwas glauben muss.

Kenngröße NTSC-Gerät PAL-Gerät Unterschied
Mastertakt 53,693175 MHz 53,203424 MHz PAL 0,91 % niedriger
68000 (Mastertakt geteilt durch 7) 7,670454 MHz 7,600489 MHz PAL 0,91 % niedriger
Z80 (Mastertakt geteilt durch 15) 3,579545 MHz 3,546895 MHz PAL 0,91 % niedriger
Bildwiederholrate rund 59,92 Hz rund 49,70 Hz PAL rund 17,1 % langsamer

Nebeneinander stehen hier zwei sehr unterschiedlich große Zahlen: 0,91 Prozent beim Takt der Bausteine, 17,1 Prozent bei der Bildwiederholrate. Aus dieser Diskrepanz entsteht der Irrtum.

Warum das Tempo um rund 17 Prozent fällt

Die meisten Mega-Drive-Titel takten ihre Spiellogik und ihren Musiktreiber am vertikalen Interrupt, also an dem Signal, das einmal pro Bildaufbau ausgelöst wird. Bei rund 59,92 Hz wird die Logik knapp 60 Mal pro Sekunde weitergeschaltet und der Musiktreiber arbeitet seine Notenliste entsprechend oft ab; bei rund 49,70 Hz nur noch rund 50 Mal. Figuren bewegen sich langsamer, Sprünge dauern länger — und die Musik wird langsamer gespielt. Rund 17 Prozent bemerkt jeder.

Warum die Tonhöhe trotzdem praktisch gleich bleibt

Die Tonhöhe eines FM-Klangbausteins hängt nicht an der Bildwiederholrate, sondern an seinem eigenen Takt — und der unterscheidet sich nur um jene 0,91 Prozent. In musikalische Einheiten umgerechnet ergibt das rund 0,16 Halbtöne. Ein ganzer Halbton entspricht etwa sechs Prozent Frequenzunterschied; 0,16 Halbtöne liegen weit unter dem, was im Hören auffällt. Der Kern in einem Satz: Was Sie bei einer PAL-Fassung hören, ist langsamere Musik, nicht tiefere Musik. Wer „klingt tiefer“ sagt, meint fast immer den Tempo-Eindruck und beschreibt ihn mit dem falschen Wort.

Die Ausnahme: über den Z80 ausgegebene PCM-Samples

Es gibt eine Stelle, an der die Behauptung technisch doch zutrifft. Digitalisierte Klänge — Sprachfetzen, Schlagzeugsamples und Ähnliches —, die vom Z80 ausgegeben werden, hängen direkt am Takt dieses Bausteins, und der liegt beim PAL-Gerät um 0,91 Prozent niedriger. Diese Samples werden also tatsächlich um genau diesen Betrag tiefer wiedergegeben, sofern der Programmcode des Spiels das nicht ausgleicht — der einzige Anteil, bei dem „PAL klingt tiefer“ eine technische Grundlage hat. Zusammengefasst, und bitte genau in dieser Aufteilung:

  • Spielgeschwindigkeit und Musiktempo: rund 17 Prozent langsamer. Deutlich hörbar und spürbar.
  • Tonhöhe der FM-Stimmen: rund 0,91 Prozent tiefer, etwa 0,16 Halbtöne. Praktisch nicht wahrnehmbar.
  • Über den Z80 ausgegebene PCM-Samples: ebenfalls rund 0,91 Prozent tiefer, sofern nicht im Spielcode kompensiert.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Wie stark sich eine einzelne europäische Fassung vom NTSC-Gegenstück unterscheidet, hängt davon ab, wie sorgfältig sie angepasst wurde — eine Aussage über konkrete Titel folgt daraus nicht. Und übertragen Sie die Rechnung nicht auf andere Konsolen derselben Epoche: Jede Plattform hat ihre eigene Taktarchitektur.

Region und Bildwiederholrate einstellen: COUNTRY und Fusion.ini

Im Menü Options finden Sie COUNTRY mit den Werten USA, JAP, EUR und Auto Detect. Die ersten drei setzen die Region fest, die vierte liest sie aus den Kopfdaten des Abbilds — darauf sollten Sie sich nicht blind verlassen: Laut Readme kann die Erkennung bei nicht korrekt gesetzten Kopfdaten versagen. Sie merken das an einer Regionsmeldung, einem hängenden Startbildschirm oder einem Tempo, das nicht zur Fassung passt — dann stellen Sie die Region manuell ein. Für Titel, die in mehreren Regionen laufen, lässt sich zusätzlich eine Erkennungsreihenfolge festlegen.

EUR bedeutet 50 Hz, also das Spielgefühl, das die meisten Leser hier in Erinnerung haben; USA oder JAP bedeuten 60 Hz, also die ursprünglich vorgesehene Geschwindigkeit. Beides ist legitim, keines ist „richtiger“ — wichtig ist nur, dass Sie wissen, was Sie verstellen: das Tempo, nicht die Tonhöhe.

Die beiden Refresh-Werte in der Fusion.ini

Für den Vollbildbetrieb steht im Readme unter den Expertenoptionen eine Feineinstellung. In der Datei Fusion.ini liegen zwei getrennte Werte für die Bildwiederholrate: einer für 60-Hz-Titel, also die NTSC-Seite, einer für 50-Hz-Titel, also die PAL-Seite. Ideal sind laut Readme Vielfache des Grundwerts — 60 oder 120 auf der einen, 50 oder 100 auf der anderen Seite. Dazu gehört die Warnung des Autors: Wenn Sie nicht genau wissen, was diese Werte tun, bearbeiten Sie sie nicht. Das ist kein Regler für ein flüssigeres Bild, sondern die Angabe, welchen Vollbildmodus das Programm anfordern soll. Wenn Sie es dennoch tun: Fusion beenden (die Datei wird beim Beenden geschrieben), eine Kopie anlegen, nur die beiden Refresh-Werte ändern — auf einen Wert, den Grafikkarte und Monitor im Vollbild anbieten —, bei Problemen die Kopie zurückspielen. Für den Fensterbetrieb ist die Einstellung ohne Bedeutung.

Ruckeln, Bild und Ton: die Einstellungen für den Alltag

In jedem zweiten Forenbeitrag steht: „Schalte VSync ein, dann ist das Ruckeln weg.“ Für Kega Fusion im Fenstermodus unter Windows 11 ist dieser Rat gegenstandslos. In der History-Datei hält der Autor fest, dass VSync im Fenstermodus ab Windows Vista weder erforderlich noch wünschenswert sei; Fusion ignoriere das VSync-Flag im Fensterbetrieb dort standardmäßig, für Ausnahmefälle gebe es eine INI-Option. Windows 11 gehört zu dieser Linie. Im Fenstermodus hat der VSync-Schalter also im Normalfall keine Wirkung. Wer Ruckeln beheben will, setzt dort an, wo der Autor es vorgesehen hat.

Eintrag Was die Dokumentation dazu sagt
USE ALTERNATE TIMING Normalerweise dient die Soundausgabe als Taktgeber; manche Soundkarten liefern aber keine korrekten Zeitinformationen. Läuft das Spiel zu schnell, zu langsam oder ungleichmäßig, testen Sie zuerst diese Option — sie kann selbst Tonprobleme machen.
HIGH PRIORITY Fusion gibt anderen Anwendungen bereitwillig Rechenzeit ab; ein Virenscan im Hintergrund lässt die Bildrate einbrechen. Laut Autor hilft das deutlich.
SLEEP WHILE WAITING Senkt die angezeigte CPU-Last, lässt das Programm laut Autor aber den exakten Zeitpunkt zum Zeichnen des nächsten Bildes verpassen: Die Bildrate bleibt gut, der Ablauf wird unrund — gegen Ruckeln kontraproduktiv.
No Frame Skipping (Video) Bei aktivem VSync wird dieses im schnellen Vorlauf sonst ignoriert; hier bleibt es aktiv. Kann laut Autor den Ton verschlechtern.
PERFECT SYNC Synchronisiert die beiden 68000-Prozessoren im Mega-CD vollständig; einzelne Titel laufen sonst nicht korrekt. Gegen dauerhafte Aktivierung spricht laut Autor nichts.
DISABLE KEY SHORTCUTS Deaktiviert alle Tastaturkürzel außer ESC — sinnvoll beim Spielen mit der Tastatur.

Reihenfolge zur Fehlersuche: HIGH PRIORITY ein, SLEEP WHILE WAITING aus, bei weiterhin schwankendem Tempo USE ALTERNATE TIMING testen und dabei auf den Ton achten, erst danach Vollbild samt VSync — dort greift der Schalter tatsächlich. Für Mega-CD-Titel bleibt PERFECT SYNC aktiv.

Im Menü Video werden Fenstergröße und Vollbildauflösung getrennt gewählt; dort liegen außerdem Optionen zum Seitenverhältnis, die Helligkeitsregelung und die Wahl des Rendering-Modus.

Beim Ton hält sich ein Irrtum: Man solle die Abtastrate auf 44100 Hz stellen und zusätzlich SuperHQ aktivieren. Laut Readme wird die Abtastrate mit der Wahl von SuperHQ automatisch auf 44100 Hz festgelegt — es ist eine Entscheidung, nicht zwei. SuperHQ einschalten: Die Emulation der Klangbausteine arbeitet laut Autor deutlich genauer und kommt dem Original sehr nahe. OVERDRIVE aus lassen: Die Option verdoppelt die Lautstärke, übersteuert dabei aber den FM-Baustein leicht — heben Sie die Lautstärke lieber am Verstärker an. Vorhanden sind außerdem eine Filterfunktion für den Klang und die Protokollierung der Tonausgabe als WAV- oder VGM-Datei.

Controller und 6-Button-Pad: Ports, Adapter, Stolperfallen

Die Zuweisung erfolgt im Reiter Controllers. Dort legen Sie zuerst fest, welche Art von Controller an welchem Port hängt, dann, ob die Eingabe über Keyboard, Joystick oder Mouse erfolgt; die Belegung nehmen Sie über DEFINE vor. Auf der Mega-Drive-Seite stehen ein 3-Button-Pad, ein 6-Button-Pad, die Sega Mouse, der Sega Menacer und der Konami Justifier zur Wahl; auf der Master-System-Seite ein 2-Button-Controller, ein Paddle und die Light Phaser.

Wer Prügelspiele spielt, die ein 6-Button-Pad voraussetzen, muss dort auch 6 Button Pad auswählen. Die Tastenbelegung allein genügt nicht: Solange der Gerätetyp auf drei Tasten steht, meldet die Emulation dem Spiel ein 3-Button-Pad, und die zusätzlichen Tasten kommen nicht an. Das ist die häufigste Ursache dafür, dass drei Tasten nichts tun.

Wird Ihr Gamepad gar nicht erkannt: Gerät vor dem Start anschließen, die Eingabequelle auf Joystick stellen, DEFINE erneut durchlaufen. An Mehrspieler-Adaptern werden Sega TeamPlayer, EA 4-Way-Play (belegt beide Ports) und J-Cart unterstützt. Das Readme warnt ausdrücklich: Bei einem Spiel, das sie nicht unterstützt, kann die Eingabe insgesamt fehlerhaft arbeiten — also gezielt ein- und danach wieder ausschalten.

Naheliegend ist ein Pad mit sauberem Steuerkreuz und sechs Tasten; es gibt lizenzierte Neuauflagen im ursprünglichen Layout und kabellose Varianten. Konkrete Modelle empfehlen wir nicht, weil Verfügbarkeit und Ausstattung je nach Markt abweichen. Übliche Anlaufstellen im deutschsprachigen Raum sind Amazon.de, eBay Kleinanzeigen, Conrad und AliExpress.

Spielstände, Savestates und Speicherorte

Zwei Dinge werden gern verwechselt. Der Spielstand ist das, was ein Spiel selbst in den batteriegepufferten Speicher des Moduls schreibt; der Savestate ist ein vollständiges Abbild des Maschinenzustands, das der Emulator jederzeit anlegen und zurückladen kann. Die Zielordner werden je System getrennt festgelegt; der Reiter für das Mega Drive trägt dabei die nordamerikanische Produktbezeichnung Genesis, gemeint ist dasselbe Gerät.

Reiter Was dort eingestellt wird
Mega Drive Ordner für SRM-Dateien (Modulspeicher), State-Dateien, Patch-Dateien (Game Genie und PAR) sowie der Pfad für ein optionales BIOS.
SMS/GG Ordner für SxM-Dateien, State-Dateien und Patch-Dateien.
Mega-CD Ordner für BRM-Dateien (Spielstände) und State-Dateien, ReadAhead sowie die Wahl, ob der interne Speicher pro Spiel oder pro BIOS geführt wird — das Readme empfiehlt pro BIOS als näher an der Hardware.
32X Pfade für die drei optionalen BIOS-Dateien; hier lässt sich die Erweiterung auch abschalten.
Controllers Gerätetypen je Port, Eingabequelle, Tastenbelegung.
Extras Ordner und Dateiformat für Bildschirmfotos.

Alles, was mit Zuständen zu tun hat, liegt im Menü File: Save State As und Load State As arbeiten mit frei gewähltem Dateinamen, Save State und Load State mit einem von zehn Speicherplätzen, zwischen denen Change State Slot umschaltet. Daneben liegen dort Bildschirmfotos, die RAM-Erweiterung für das Mega-CD, die letzten geöffneten Dateien, Game Genie und PAR sowie Netplay.

Zu den Tastenkürzeln bewusst vorsichtig: Im Umlauf sind F5 zum Speichern, F8 zum Laden, F6 und F7 zum Wechseln des Speicherplatzes. Weder Readme noch History-Datei enthält jedoch eine Tabelle der Tastenbelegung — gesichert ist das also nicht. Im Menü File steht neben jedem Eintrag die aktuell gültige Kombination.

Wird gar nichts gespeichert: Liegt das Programmverzeichnis außerhalb von C:\Program Files, sind Zielordner eingetragen, und darf Ihr Konto dort schreiben? Manche Titel schreiben den Modulspeicher zudem erst beim ordnungsgemäßen Beenden zurück.

Wenn ein Modul nicht startet: Kompatibilität und die BIOS-Frage

Im Reiter für das Mega Drive liegen mehrere Schalter für genau diesen Fall. AutoFix Checksums korrigiert eine beschädigte Prüfsumme — es gibt aber Module, deren Prüfsumme absichtlich nicht stimmt, dort verhindert die Korrektur den Start. Die Regel des Readme gilt in beide Richtungen: Bleibt ein Spiel hängen, häufig mit einem roten Bild, schalten Sie die Option um und laden erneut. Disable SRAM hilft bei Titeln, die zu Schutzzwecken in einen SRAM-Bereich schreiben, obwohl das Modul keinen besaß. Dazu kommen Disable Border, SMS Border und GG Zoom, der Sprite Limiter des Master System (abgeschaltet flackert weniger) und YM2413FM — ein Klangbaustein, den nur bestimmte japanische Geräte besaßen.

Die BIOS-Frage wird oft pauschal beantwortet, und die pauschale Antwort ist falsch. Das Readme unterscheidet klar:

System BIOS Formulierung im Readme
Mega-CD erforderlich Mehrfach betont: zwingend nötig.
Mega Drive optional Nicht erforderlich, aber nutzbar.
32X (drei Dateien) optional Nicht erforderlich, aber nutzbar.
Master System und Game Gear optional Nicht erforderlich.

Für alles außer dem Mega-CD können Sie also ohne Weiteres beginnen. Beim Mega-CD führt kein Weg an diesen Dateien vorbei — und der einzige Weg, den dieser Artikel beschreibt, ist das Auslesen der Hardware, die Ihnen selbst gehört. Bezugsquellen, Dateinamen oder Suchbegriffe finden Sie hier nicht.

Rechtliche Einordnung in Deutschland: UrhG §53 und §95a

§53 UrhG trägt die amtliche Überschrift „Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch“. Entscheidend ist die Einschränkung im ersten Absatz: zulässig, soweit die Vervielfältigung weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dient und soweit nicht eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird. Daraus folgt klar: Ein ROM-Abbild aus einer offensichtlich rechtswidrigen Quelle im Internet zu beziehen, ist von der Privatkopie nicht gedeckt. „Ich besitze das Spiel ja“ ändert daran nichts — maßgeblich ist die Herkunft der verwendeten Vorlage, nicht der Besitz eines Originals.

§95a UrhG trägt die Überschrift „Schutz technischer Maßnahmen“. Absatz 1 verbietet die Umgehung wirksamer technischer Schutzmaßnahmen, wenn der Handelnde weiß oder wissen muss, dass sie dem Zugang zu einem geschützten Werk dient; Absatz 3 richtet sich gegen Herstellung, Vertrieb und Bewerbung entsprechender Vorrichtungen.

Zum eigenen Spielmodul bleiben wir bewusst zurückhaltend: Ob das Auslesen eines Moduls aus dem eigenen Bestand zulässig ist, hängt von Umständen ab, die sich nicht pauschal beantworten lassen — unter anderem davon, ob dabei eine technische Schutzmaßnahme im Sinne des §95a berührt wird. Dieser Artikel behauptet deshalb nicht, dass das Auslesen eigener Module „legal“ sei. Dies ist eine allgemeine Darstellung und keine Rechtsberatung; für Ihren konkreten Fall wenden Sie sich bitte an entsprechende Fachleute. In Österreich und der Schweiz gelten zudem andere Gesetze.

Geräte, die Module auslesen — üblicherweise Dumper oder Cartridge-Reader genannt —, existieren als eigene Produktkategorie; konkrete Modelle empfehlen wir nicht, weil wir ihre Eignung nicht geprüft haben.

Fazit: eine bewusste Entscheidung

Kega Fusion ist 2026 kein naheliegender Standard mehr, sondern eine bewusste Wahl: ein Programm ohne Weiterentwicklung seit 2010, ohne offenen Quellcode und ohne offiziellen Bezugsweg — dafür klein, sofort startbereit und mit Mega-CD und 32X in einem Stück. Bleiben Sie dabei, entscheiden fünf Punkte über das Ergebnis:

  1. Ablageort außerhalb des Programmverzeichnisses — sonst verlieren Sie Einstellungen und Spielstände.
  2. Region bewusst wählen: EUR bedeutet 50 Hz und rund 17 Prozent langsameres Tempo, USA oder JAP 60 Hz. Die Tonhöhe ändert sich um etwa 0,16 Halbtöne, also praktisch nicht.
  3. Gegen Ruckeln HIGH PRIORITY ein, SLEEP WHILE WAITING aus — nicht am VSync drehen.
  4. SuperHQ an, OVERDRIVE aus — die Abtastrate ergibt sich daraus von selbst.
  5. Für Prügelspiele den Gerätetyp auf 6 Button Pad stellen, nicht nur die Tasten belegen.

Und der eine Satz, der hängen bleiben sollte: Beim Mega Drive ändert die Umstellung zwischen PAL und NTSC das Tempo, nicht die Tonhöhe.

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